Sport-ist-Mord-Urgs

Warum ich nie wieder ein Fitness-Modell sein werde.

Kennt ihr diese Leute, die im Fitnessstudio aussehen, als kämen sie gerade aus einem Werbespot für Luxus-Sportwagen? Kein Schweiß, jede Locke sitzt, und sie atmen beim Kreuzheben so entspannt wie andere beim Schlafen.

Das Szenario:
Ich, hochmotiviert (oder zumindest mit neuen Socken), betrete das Fitnessstudio. Mein Ziel: Die Adduktoren-Maschine. Ihr wisst schon, das Gerät, bei dem man breitbeinig dasitzt und versucht, Gewichte zusammenzupressen.

Mein Fehler:
Ich wollte cool wirken. Direkt neben mir trainierte jemand, der aussah wie ein junger Gott. Also dachte ich mir: „Komm, leg noch 10 Kilo drauf, du schaffst das!“

Der Urgs-Moment:
Ich setze mich hin, rücke meine Kopfhörer zurecht und will mit vollem Elan loslegen. Ein tiefer Atemzug, ein kräftiger Ruck – und dann passierte es. Nicht die Gewichte bewegten sich, sondern meine Naht.

Ein Geräusch, das in der Stille des Raumes lauter klang als ein Pistolenschuss: R-R-R-I-P-P.

Die Katastrophe:
Meine Hose hat sich genau im Schritt verabschiedet. Und zwar komplett. Da saß ich nun, breitbeinig an der Maschine, Auge in Auge mit dem Fitness-Gott neben mir, und präsentierte der Welt (und ihm) meine hellgelben Entchen-Boxershorts.

Die Rettung (Versuch):
Ich bin nicht aufgestanden. Ich bin einfach auf dem Gerät sitzen geblieben und habe so getan, als würde ich eine extrem lange Pause machen. Erst als das Studio fast leer war, bin ich – mit dem Handtuch um die Hüften wie ein ägyptischer Pharao – rückwärts Richtung Umkleide geschlichen.

Fazit des Tages:
Ego-Training tötet Hosen. Ab jetzt trage ich nur noch Oversize-Pullover, die bis zu den Knien gehen. Oder ich bleibe beim Schach. Da reißt höchstens der Geduldsfaden.

Euer Urgs:
Was war euer peinlichster Moment beim Sport? Seid ihr schon mal vom Laufband gefallen oder habt euch im Yoga-Kurs so verknotet, dass der Trainer helfen musste? Erzählt mir alles – ich brauche die Gewissheit, dass ich nicht die einzige „Ente“ im Fitnessstudio bin!

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