Das „Yoga Knoten“ Urgs – Warum ich jetzt als menschliche Brezel lebe

Namasté und Ouch: Wie ich beim Yoga meine Mitte suchte und stattdessen meinen Stolz verlor.

Eigentlich wollte ich nur etwas für meine Flexibilität tun. „Yoga ist entspannend“, sagten sie. „Es bringt dich in Einklang mit dir selbst“, sagten sie. Niemand sagte mir, dass ich dabei Gefahr laufe, mich permanent selbst zu verknoten.

Das Szenario:
Montagabend, das Wohnzimmer ist abgedunkelt. Ich habe die neue, sündhaft teure Öko-Matte ausgerollt und ein YouTube-Video mit dem Titel „Sanfter Flow für Anfänger“ gestartet. Die Trainerin im Video sieht aus, als bestünde sie aus Gummibändern und purer Gelassenheit.

Mein Fehler:
Ich dachte: „Was die kann, kann ich auch.“ Und: „Atmen wird überbewertet.“ Als die Übung „Der herabschauende Hund“ in die „Krähe“ überging (eine Pose, bei der man auf den Händen balanciert und die Knie in die Achseln drückt), packte mich der Ehrgeiz.

Der Urgs-Moment:
Ich verlagerte mein Gewicht nach vorne. Mein Körper signalisierte kurz: „Alles okay.“ Doch dann verabschiedete sich die Schwerkraft. Meine Hände rutschten auf der Matte aus (vielleicht war das Bio-Öl der Kerze doch zu nah?), und mein Gehirn vergaß die Notbrems-Funktion.

Die Katastrophe:
Ich vollführte eine perfekte Bruchlandung – mit dem Gesicht voran, direkt auf die Matte. Aber das war nicht das Schlimmste. Während ich versuchte, mich aus der peinlichen Position zu befreien, verkrampfte sich mein linker Oberschenkel so spektakulär, dass ich mit dem Fuß hinter dem Ohr hängen blieb.

Da saß ich nun: Eine menschliche Brezel, unfähig mich zu bewegen, während die Trainerin im Video sanft flüsterte: „Spüre die Leichtigkeit in deinem Körper.“ Ich spürte keine Leichtigkeit. Ich spürte nur, dass ich mein Handy nicht erreichen konnte, um Hilfe zu rufen.

Die Bilanz:
Ich musste warten, bis meine Freundin nach Hause kam und mich unter lautem Gelächter „entwirrte“. Meine einzige Sportverletzung ist zwar nur ein blauer Fleck auf der Nase, aber meine spirituelle Reise endet hiermit offiziell. Ich mache jetzt wieder Schach – da ist das Verletzungsrisiko überschaubarer.

Fazit des Tages:
Manche Hunde sollten lieber liegen bleiben, statt herabzuschauen. Und: Wenn dein Körper „Nein“ sagt, meint er nicht „Vielleicht“.

Euer Urgs:
Was war euer sportlicher Tiefpunkt? Der Sturz vom Laufband, weil die Geschwindigkeit auf „Gepard“ stand? Oder das Reißen der Hose beim ersten Squat im Fitnessstudio? Schreibt es mir in die Kommentare – lasst uns gemeinsam dehnen (oder drüber lachen)!

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