Ich liebe mein Smartphone. Wirklich. Aber manchmal habe ich das Gefühl, die Autokorrektur führt ein dunkles Doppelleben und will mich systematisch gesellschaftlich ruinieren.
Das Szenario:
Sonntagnachmittag. Ich liege entspannt auf der Couch und schreibe meiner neuen Vermieterin eine Nachricht. Es geht um die Schlüsselübergabe für die neue Wohnung. Seriös, höflich, professionell – so wollte ich rüberkommen.
Mein Text (geplant):
„Hallo Frau Müller, das passt super. Ich freue mich schon sehr auf den Einzug!“
Der Urgs-Moment:
Ich tippe schnell, drücke auf Senden und lege das Handy weg. Zehn Minuten später schaue ich drauf, weil keine Antwort kommt. Mein Herz bleibt stehen. Die Autokorrektur hat aus „Einzug“ kurzerhand „Entzug“ gemacht.
Dort steht jetzt schwarz auf weiß:
„Hallo Frau Müller, das passt super. Ich freue mich schon sehr auf den Entzug!“
Die Katastrophe:
Stille am anderen Ende. Wahrscheinlich googelt Frau Müller gerade schon nach „Kündigung wegen unvorhersehbarem Lebenswandel“ oder fragt sich, ob die Kaution auch für Therapieplätze gilt.
Ich versuche es zu retten: „Sorry, meinte Einzug!!! 😂“ – aber der Schaden ist angerichtet. Die professionelle Distanz ist offiziell im Eimer. Ich bin jetzt für sie die Person, die sich auf den Entzug freut. Na toll.
Fazit des Tages:
Lies. Jede. Nachricht. Zweimal. Oder dreimal. Oder wirf das Handy einfach in den nächsten See und zieh in eine Höhle. In Höhlen gibt es kein WLAN und keine Autokorrektur.
Euer Urgs:
Was war euer schlimmster „Verschlimmbesserer“ der Autokorrektur? Wurde aus „Liebe Grüße“ auch schon mal „Liebe Grütze“ oder Schlimmeres? Beichtet es mir in den Kommentaren!


