Einen hartnäckigen Sensor-Wasserhahn abstellen ist eine Herausforderung und lässt in uns den Wunsch nach einer ganz bestimmten Superkraft wachsen: absolute Unsichtbarkeit. Nichts ist schließlich nervenaufreibender, als das allererste Mal zu Gast bei Fremden zu sein. Mir ist das peinliche Badezimmer Fail bei meinen neuen Schwiegereltern passiert. Die Einladung zum gemeinsamen Abendessen endete für mich in ein absolutes Chaos und der gute erste Eindruck ist futsch.
Alles läuft bis zu diesem Zeitpunkt wirklich fantastisch: Du bist charmant, witzig und die Suppe kleckert nicht einmal auf dein frisch gebügeltes Hemd. Die Stimmung ist entspannt, das Gespräch fließt mühelos vor sich hin. Und dann kommt der klassische Moment, der unaufhaltsam die größten peinlichen Momente des Abends einleitet: „Darf ich kurz mal das Badezimmer benutzen und mir die Hände waschen?“
Das Szenario: Der High-Tech-Operationssaal
Du befindest dich plötzlich in einem hochmodernen High-Tech-Badezimmer, das so makellos und steril eingerichtet ist, dass es sauberer wirkt als ein Operationssaal im Krankenhaus. Alles glänzt, überall hängen Fliesen ohne die geringste Spur von Kalk. Du hast dir gerade ordnungsgemäß die Hände gewaschen und möchtest nun ganz unschuldig den Wasserstrom stoppen.
Du suchst instinktiv nach dem Hebel, mit dem du das fließende Wasser stoppen kannst. Doch plötzlich stellst du mit Entsetzen fest: Es gibt absolut keinen Hebel. Stattdessen handelt es sich um eine berührungslose Armatur. Ab jetzt nimmt das Schicksal seinen Lauf, denn du hast keine Ahnung, wie du diesen Sensor Wasserhahn abstellen sollst.
Der Urgs-Moment: Panischer Wildwest Tanz vor dem Sensor
Ich fuchtle also wild, hektisch und in bester Wildwest-Manier vor diesem unsichtbaren Sensor herum. Ich hoffe inständig, dass sich endlich etwas tut und der Strahl abreißt. Doch nichts passiert – keine Reaktion von der modernen Technik. Das Wasser schießt weiterhin mit dem vollen, unbarmherzigen Druck eines Feuerwehr-Hydranten unaufhaltsam aus dem verchromten Rohr heraus.
Ich werde langsam immer nervöser und ungeduldiger, während mir der Schweiß auf die Stirn tritt. Solche Missgeschicke im Haushalt passieren eben immer genau dann, wenn man sie am wenigsten gebrauchen kann. Während ich verzweifelt versuche, den Sensor Wasserhahn abzustellen, drücke ich auf alles, was im Raum irgendwie glänzt oder nach einer geheimen Bedienung aussieht. Plötzlich passiert das Unvermeidliche: Der verchromte Aufsatz des Seifenspenders löst sich unvermittelt und fällt mit einem hohlen, dumpfen Plopp direkt in den tiefen Abfluss.
Die Katastrophe: Das Duftsprüher Attentat aus der „Sommerwiese“
Aber es kommt natürlich noch viel besser, denn das Universum schläft nie: Während ich mich mühsam bemühe, den Seifendeckel mit zwei Fingern aus dem Waschbecken herauszufischen, passiert etwas völlig Unerwartetes. Durch meine hektischen Bewegungen löse ich versehentlich den automatischen Duftsprüher aus, der direkt auf Augenhöhe neben meinem Kopf an der Wand angebracht ist.
Pffft! Plötzlich schießt eine dichte, hochkonzentrierte Wolke des Duftes „Sommerwiese“ direkt in mein ungeschütztes linkes Auge. Ich muss wild blinzeln, um den beißenden Geruch und das chemische Brennen irgendwie zu ertragen. Der Wasserhahn läuft derweil ungerührt auf maximaler Stufe weiter. Ein absolut epischer Badezimmer Fail, während ich immer noch versuche, irgendwie diesen verfluchten Sensor Wasserhahn abzustellen.
Die Bilanz: Durchnässt, erblindet und intensiv parfümiert
Ich komme schließlich etwa fünf Minuten später wieder aus der Wellness-Hölle heraus. Die Bilanz dieses kurzen Waschbecken-Besuchs liest sich absolut verheerend:
- Optischer Zustand: Mein linkes Auge ist knallrot und tränt unaufhörlich, als hätte ich gerade drei Kilo Zwiebeln geschnitten.
- Kleidung: Meine Ärmel sind bis zum Ellbogen komplett durchnässt, weil ich versucht habe, das Wasser physisch zu bändigen.
- Geruchsfaktor: Ich rieche so extrem stark und intensiv nach künstlichem Flieder, dass man mich wahrscheinlich noch drei Stockwerke weiter oben im Haus ohne Probleme orten kann.
Die irritierten Blicke am Esstisch sprachen Bände. Aus der Nummer hilft dir kein Charme der Welt mehr heraus.
Fazit: Wartet lieber bis zum Wald
Die Moral von der Geschichte lautet ganz klar: Frage auf gar keinen Fall nach dem Bad, wenn du irgendwo neu zu Gast bei Fremden bist. Nimm peinliche Momente dieser Art nicht in Kauf! Warte lieber geduldig und unter Schmerzen, bis du wieder absolut sicher in den eigenen vier Wänden angekommen bist. Alternativ kannst du auf dem Heimweg auch im dichten Wald warten, bis sich eine passende, analoge Gelegenheit ohne technische Hürden bietet. Wer panisch versucht, einen Sensor Wasserhahn abzustellen, verliert am Ende nur seine Würde.
Was war euer schlimmster „Gast Moment“?
Wer von euch hat auch schon mal den unerbittlichen Kampf gegen die High-Tech in fremden Häusern verloren? Standet ihr auch schon mal minutenlang da und wolltet einfach nur den Sensor Wasserhahn abstellen, während das Becken bedrohlich voll lief? Habt ihr bei den Schwiegereltern die Toilette zum Überlaufen gebracht oder versehentlich die gesamte Handtuchhalterung aus der Wand gerissen? Schreibt mir eure Geschichten unbedingt unten in die Kommentare!


