Im Siphon beginnt das Drama immer auf die gleiche Weise und endet nicht selten in einem unvergesslichen Handwerker Fail (lustig für die Zuschauer, eine absolute Katastrophe für das eigene Badezimmer). Zuerst hört man ein leises, kaum wahrnehmbares Gluckern im Waschbecken, das fast wie ein leises Flüstern klingt. Dann spürt man einen winzigen, aber dennoch deutlich spürbaren Widerstand, wenn das Wasser im Rohr blockiert wird und nur noch sehr langsam abfließt. In der Regel wird dieses kleine, unscheinbare Anzeichen von den meisten Menschen einfach ignoriert, bis das Wasser schließlich so langsam abläuft, dass man während des Händewaschens bequem die gesamte Herr-der-Ringe-Trilogie in aller Ruhe anschauen könnte.
Spoileralarm: Wer hier ohne Fachwissen selbst Hand anlegt, sorgt garantiert für eine mittelschwere Überschwemmung.
Das Szenario: Ein entspannter Sonntagnachmittag im Badezimmer
Der Baumarkt hat sonntags glücklicherweise geschlossen – Gott sei Dank, sonst hätte ich wahrscheinlich noch mehr Werkzeug gekauft, als ich eigentlich brauche. Ich stehe also vor dem Waschbecken im Badezimmer und überlege: „Den Siphon abschrauben und gründlich reinigen? Das ist doch absolute Basiskenntnis. So etwas ist für mich wie Zähneputzen – eine Selbstverständlichkeit für Fortgeschrittene.“ Wer peinliche Situationen vermeiden will, sollte sich seiner handwerklichen Fähigkeiten allerdings nicht zu sicher sein.
Der Fehler: Festsitzende Dichtungen und unterschätztes Restwasser
Mein Fehler war die mangelnde Vorbereitung und das Fehlen grundlegender physikalischer Gesetze. Ich hatte zwar den Eimer in der Hand und auch die Rohrzange griffbereit. Was ich jedoch überhaupt nicht hatte? Das notwendige Verständnis für den tückischen Begriff „Restwasser“ und die oft unterschätzte, globale Kraft, die eine jahrelang festsitzende Dichtung im Laufe der Zeit entwickeln kann. Typische Missgeschicke im Haushalt entstehen eben immer genau dann, wenn man „mal eben schnell“ etwas reparieren möchte.
Der Urgs-Moment: Das plötzliche Rohr Knacken und die schwarze Flut
Ich setzte die schwere Zange an das Rohr an und versuchte vorsichtig, es zu bewegen. Doch nichts rührte sich auch nur einen einzigen Millimeter. Also legte ich all mein Gewicht und meine Kraft in den Griff, stemmte mich mit aller Macht gegen die Wand und – KNACK.
Das Rohr löste sich endlich. Aber es war nicht nur das Rohr, das nachgab. Vielmehr entschied sich der gesamte Siphon, die plötzliche Trennung von der Wand mit einem regelrechten explosionsartigen Schwall tiefschwarzer, undefinierbarer und äußerst unangenehm riechender „Bio-Materie“ zu feiern, die in alle Himmelsrichtungen spritzte. Ähnlich wie bei dem Dübel-Desaster in der Flurwand nimmt das Unheil hier unaufhaltsam seinen Lauf und verwandelt das Projekt in einen waschechten Handwerker Fail (lustig ist ab jetzt definitiv vorbei).
Die Katastrophe: Wenn die Spülmaschine die Titanic Szene einläutet
Der Eimer stand zwar perfekt platziert – doch leider mit einem Abstand von etwa 10 Zentimetern haarscharf daneben. Die schwarze, schmutzige Flut ergoss sich stattdessen direkt in meine Hausschuhe und lief ungebremst über den flauschigen, weißen Badeteppich, den wir erst in der letzten Woche gekauft und liebevoll ausgelegt hatten.
In völliger Panik versuchte ich hastig, das Rohr wieder richtig anzudrücken, vergaß dabei jedoch völlig, dass ich kurz zuvor die Spülmaschine in der Küche eingeschaltet hatte. Diese entschied genau in diesem Moment, das verbrauchte Wasser abzupumpen. An einen simplen Siphon-Wechsel war nicht mehr zu denken. Die Situation glich eher einer dramatischen Szene aus dem Film Titanic, nur mit deutlich mehr Seifenresten und leider komplett ohne Leonardo DiCaprio. Solche peinlichen Momente im Leben brennen sich für immer ins Gedächtnis ein.
Die Bilanz: Ein Sumpfmonster im Türrahmen
Das Badezimmer stand am Ende komplett unter Wasser, und der neue Teppich ist nun endgültig ein Fall für die Sondermüllverbrennung geworden, weil er völlig durchnässt und unbrauchbar ist. Ich stand da, klatschnass von Kopf bis Fuß, und roch wie ein echtes Sumpfmonster. Genau in diesem Moment erschien meine Partnerin im Türrahmen, sah mich mit einem fassungslosen Blick an und fragte trocken: „Wolltest du nicht eigentlich nur ganz kurz den Müll rausbringen?“ Damit war mein persönliches Samstags-Highlight perfekt verpatzt.
Fazit: Warum DIY-Klempnern ein gefährliches Hobby ist
Ein Siphon ist keineswegs einfach nur ein harmloses Rohr. Er gleicht vielmehr einem geladenen Gewehr, das nur darauf wartet, dass du die Zange ansetzt und es versehentlich auslöst. Und noch etwas ganz Wichtiges für alle Heimwerker: Vertraue niemals einem Eimer, den du nicht selbst festgehalten hast. Wer einen solchen Handwerker-Fail (lustig hin oder her) vermeiden will, ruft im Zweifel lieber direkt den Profi-Installateur.
Was war euer feuchtestes Handwerker Erlebnis in den eigenen vier Wänden?
Die vergessene Dichtung beim Waschbecken-Einbau? Die Schraube, die nach der Reparatur plötzlich „übrig“ war? Schreibt mir eure Wasser-Schlachten und eure liebsten Storys zum Thema Handwerker fail lustig unbedingt unten in die Kommentare!


