Kennt ihr das? Ihr lauft entspannt durch die Stadt, und plötzlich seht ihr jemanden. Das Gesicht? Absolut bekannt. Die Ausstrahlung? Vertraut. Euer Gehirn feuert sofort das Signal: „DAS IST DOCH DER TIM!“
Das Szenario:
Ich reiße den Arm hoch, wedele so enthusiastisch, als wolle ich ein landendes Flugzeug einweisen, und brülle über die gesamte Straße: „TIIIIIIIIM! Mensch, wie lang ist das her?!“
Der Urgs-Moment:
Die Person bleibt stehen. Sie dreht sich langsam um. Es ist nicht Tim. Es ist ein wildfremder Mann mit einem sehr verwirrten Gesichtsausdruck, der wahrscheinlich gerade überlegt, ob er die Polizei rufen oder mir ein Taschentuch gegen meinen offensichtlichen Anfalle reichen soll.
Die Bilanz:
Anstatt die Sache cool aufzuklären, habe ich das Einzige getan, was in dieser Situation logisch war: Ich habe so getan, als würde ich eine unsichtbare Mücke jagen, bin im Zickzack-Kurs weitergelaufen und in den nächstbesten Laden geflüchtet. Es war ein Sanitätshaus. Ich habe 15 Minuten lang so getan, als würde ich mich brennend für Stützstrümpfe interessieren.
Fazit des Tages:
Gehe niemals – ich wiederhole: NIEMALS – davon aus, dass dein Gehirn Gesichter korrekt scannt, wenn du noch keinen zweiten Kaffee hattest. Ein freundliches Nicken reicht völlig aus. Wer winkt, verliert.
Euer Urgs:
Hand aufs Herz: Wer von euch hat auch schon mal eine völlig fremde Person so überschwänglich begrüßt, dass sie kurz davor war, ein Pfefferspray zu zücken? Oder seid ihr eher der Typ „Ich erkenne meine eigenen Nachbarn im Supermarkt nicht“? Schreibt mir eure peinlichsten Verwechslungs-Storys in die Kommentare!
„PS: Falls du das liest und gestern vor dem Sanitätshaus von einem Verrückten angewinkt wurdest: Sorry, ich dachte, du wärst Tim. Aber die Stützstrümpfe in Lindgrün sind wirklich schick!“



