Das „All-Inclusive-Albtraum“-Urgs – Warum mein Hotelzimmer jetzt eine Baustelle ist

Sand, Sonne und Schutthaufen: Wie ich „Meerblick“ buchte und „Mauerblick“ bekam.

Kennt ihr diese Katalogfotos? Kristallblaues Wasser, ein Bett, das aussieht wie eine Wolke, und ein Balkon, auf dem man den Sonnenuntergang mit einem Cocktail begrüßt. Mein Urlaub fing auch genau so an. Zumindest in meiner Fantasie im Flugzeug.

Das Szenario:
Ankunft im „Paradies-Resort & Spa“. Ich ziehe meinen Rollkoffer voller Vorfreude (und viel zu viel Sonnencreme) zur Rezeption. „Zimmer mit Meerblick, wie besprochen?“, frage ich mit meinem besten Urlaubs-Grinsen. „Selbstverständlich“, flötet der Herr am Empfang.

Mein Fehler:
Ich habe dem Begriff „Meerblick“ zu sehr vertraut. Und ich habe ignoriert, dass das Hotel auf der Website mit „frischem Wind“ geworben hat.

Der Urgs-Moment:
Ich öffne die Tür zu Zimmer 402. Es riecht nicht nach Meeresbrise, sondern nach feuchtem Zement und billigem Lufterfrischer. Ich stürme zum Balkon, reiße die Vorhänge auf und… starre direkt in das Gesicht eines Bauarbeiters namens Pedro, der gerade zwei Meter vor meinem Fenster eine neue Außenwand hochzieht.

Die Katastrophe:
Der versprochene „Meerblick“ existierte tatsächlich – wenn man sich im 45-Grad-Winkel über das Geländer hängte, ein Auge zukniff und durch die Lücke zwischen Pedros Betonmischer und einem rostigen Gerüst spähte.
Aber das war noch nicht alles: Als ich vor lauter Schreck rückwärts stolperte, landete ich direkt in meiner offenen Reisetasche. Die große Flasche Sonnenöl, die den Flug scheinbar nur knapp überlebt hatte, gab unter meinem Gewicht endgültig auf. Ein lautes Plopp – und plötzlich war nicht nur mein Zimmer eine Baustelle, sondern meine gesamte Urlaubsgarderobe eine glitschige, nach Kokos duftende Rutschbahn.

Die Bilanz:
Ich habe die erste Urlaubsnacht damit verbracht, meine Unterwäsche im Waschbecken von Lichtschutzfaktor 50 zu befreien, während Pedro draußen um 7 Uhr morgens mit dem Presslufthammer das „Frühstückssignal“ gab. Meerblick? Ja, wenn man Beton für eine Wasserart hält.

Fazit des Tages:
„Zimmer in zentraler Lage“ bedeutet oft: Du wohnst direkt im Geschehen – und das Geschehen ist meistens eine Schlagbohrmaschine. Und: Packe Ölflaschen IMMER in drei Plastiktüten ein. Mindestens.

Euer Urgs:
Was war euer schlimmster Urlaubs-Reinfall? Das „romantische“ Airbnb, das eigentlich eine Garage war? Der Mietwagen, der nur rückwärtsfuhr? Oder die Fischplatte, die euch drei Tage ans Hotel-Bad gefesselt hat? Ab in die Kommentare mit euren Reise-Katastrophen!

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